Haan: OP ist neues Glanzstück

Architeckt Florian van Herk, Chefarzt Dr. Clemes Kehren und OP-Leiterin Katharina Bensch präsentieren einen OP-Saal im neuen OP-Trakt des St. Josef Krankenhauses Haan.

Von links: Architekt und stellvertretender Technischer Leiter der Kplus Gruppe Florian van Herk, Chefarzt der Anästhesie Dr. Clemens Kehren und die pflegerische OP-Leiterin Katharina Bensch freuen sich über die Fertigstellung des neuen OP-Trakts im St. Josef Krankenhaus Haan.

Mit 6,8 Millionen Euro hat das St. Josef Krankenhaus Haan in einen neuen OP-Trakt finanziert. Insgesamt fünf Säle stehen nun für stationäre und ambulante Eingriffe auf rund 1.300 Quadratmetern zur Verfügung.

21 intensive Monate liegen hinter Florian van Herk. Der Architekt und stellvertretende Technische Leiter der Kplus Gruppe hat den OP-Neubau von den ersten Überlegungen bis zur Inbetriebnahme begleitet. Am Montag übergab er mit dem ersten Eingriff die Räume offiziell an die Operateure, Anästhesisten und Pflegekräfte. „Bei einem solchen Projekt muss man vieles im Blick haben“, zählt Florian van Herk auf. „Arbeitsabläufe der Ärzte und Pfleger, hygienische, bau- und ordnungsrechtliche Anforderungen, die Möglichkeiten und Grenzen eines bestehenden Gebäudes – und natürlich die Kosten.“ Können und Kreativität waren gefragt, um alles unter einen Hut zu bekommen. 

„Das ist perfekt gelungen“, lobt Dr. Clemens Kehren, seit Januar Chefarzt der Anästhesie und damit erst spät in das Projekt „OP-Neubau“ eingestiegen. Alle fünf Säle, zwei für ambulante und drei für stationäre Eingriffe, sind baugleich ausgestattet. Das gilt auch für die beiden Aufwachbereiche, in denen die Patienten nach der Operation überwacht werden. „Wir haben keine Umgewöhnungszeiten, weil man in ein neues System springen muss“, sagt Dr. Clemens Kehren. Das ermögliche sicheres und effektives Arbeiten.

„Die Investition von 6,8 Millionen Euro in den neuen OP ist das Ergebnis der positiven Entwicklung des St. Josef Krankenhauses mit seinem umfassenden operativen Leistungsspektrum“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Kai Siekkötter. Mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Unfallchirurgie, dem überregional anerkannten Zentren für Endoprothetik, Fußchirurgie und Gefäßchirurgie gehören viele der so genannten „schneidenden Fächer“ zum Haus – und fordern entsprechende bauliche Möglichkeiten. Die Entscheidung für den Bau fiel bereits vor drei Jahren. Kai Siekkötter: „Wir brauchen ein tragfähiges medizinisches Konzept, eine gute Bauplanung und eine stringente Umsetzung.“ Der neue OP-Trakt entstand zwar an neuer Stelle, aber trotzdem im Gebäude und bei laufendem Krankenhausbetrieb.

Über zwei Etagen erstreckt sich der neue OP-Trakt auf 1.300 Quadratmetern, die Säle liegen auf einer Ebene, Büros und Aufenthaltsräume eine Etage darunter. „Wir haben so echte Rückzugsorte für die Dokumentation, die Organisation, aber auch für die Pausen gewonnen“, sagt Katharina Bensch, die als pflegerische Leitung des OP für zehn Mitarbeiter verantwortlich ist. In den Bereich integriert sind zwei Säle für ambulante Operationen. „Dank moderner Operations- und Narkoseverfahren können immer mehr 

Eingriffe auch ambulant durchgeführt werden“, erklärt Dr. Clemens Kehren. Die beiden Bereiche – ambulant und stationär – sind so geplant, dass sich die Organisationswege nicht kreuzen. „Das ist für die Abläufe ideal.“  Die Kapazitäten sind entsprechend auch mit Blick auf die Zukunft gebaut. Dr. Clemens Kehren:  „Es macht ja keinen Sinn, wenn ein Neubau hier schon an seine Grenzen stoßen würde.“

Zahlen

  • 1.300 Quadratmeter
  • 5 OP-Säle
  • 11 Überwachungsplätze nach der Narkose
  • 750 Tonnen Abbruch
  • 177 Kubikmeter Beton
  • 35 Tonnen Baustahl
  • 10 Kilometer Strom- und Datenkabel
  • 2 Kilometer Silikon- und Acrylfugen
  • 45.000 Arbeitsstunden
  • 21 Monate Realisierungsphase
  • 6,8 Millionen Euro

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